| Wasseraufbereitung mit Umkehrosmose |
Eine weitere Möglichkeit der Wasserenthärtung (Aufbereitung) ist das Verfahren der Umkehrosmose.
(Hyperfiltration) Die Umkehrosmose ist ein physikalisches
Wasseraufbereitungsverfahren (Trinkwasseraufbereitung) zur Entsalzung. Zur U. werden einseitig durchlässige Membranen verwendet, die wie ein
Filter im Molekularbereich arbeiten. Wird eine wäßrige Lösung
unter hohem Druck (größer als der osmotische Druck) durch eine solche
Membran gepreßt,
so bleibt der Hauptanteil der Salze, Bakterien u.a. Stoffe (Detergentien,
Heute wird das Verfahren der Umkehrosmose oder auch Gegenosmose genannt auch in Brauereien angewandt. Mir ist hier die Brauerei Schneider in Kehlheim bekannt die dieses Verfahren anwendet. Ich dachte mir was die grossen können kann ich auch. Also habe ich mir bei ebay so ein Gerät ersteigert. Die Geräte die für nen normalen Hausgebrauch wie jetzt meins bestimmt sind, und auch für unseren Geldbeutel, sind eigentlich für den Aquarienbedarf gedacht, so auch meins. Neue gibts hier So sieht das Gerät aus, etwa 30cm Höhe und ebenso breite. Am
Eingang (weisser Schlauch) kommt erstmal der Vorfilter für grobe Verunreinigungen
wie Sand. Danach läuft es über die Membran (wie das funktioniert siehe oben)
und noch über den 3ten Behälter da ist ein Aktivkohlefilter drin. Am blauen
Schlauch kommt dann das enthärtete Produktwasser raus am schwarzen das Konzentrat. Das ganze funktioniert einwandfrei. Hat aber nen Nachteil; Es ist sehr Wasserverschwenderisch. Für ein Teil Produktwasser laufen etwa 4-5 Liter Wasser durch. Also pro Liter Produktwasser 4 Liter in Kanalegrande. Wer viel braut kommt hier auf sehr hohe Wasserkosten. Ausserdem ist es ein sehr hoher Zeitaufwand. Mit meiner Anlage brauchte es 12Stunden um meine 120Liter Wasser zu enthärten. Ich habe das ganze dann auch mit Brunnenwasser gemacht. Das Problem ist hier der zu hohe Druck von der Brunnenpumpe der die Membran zerstören kann. Abhilfe würde eine für die Umkehrosmoseanlage erhältliche Druckerhöhungspumpe schaffen und dann aus einem Behälter, in dem man zuvor das Wasser laufen hat lassen die Anlage beschickt. Zu den Werten; Umkehrosmose ermöglicht eine Vollentsalzung. Das heisst danach ist nichts mehr drin. Ich kann das in soweit bestätigen das ich mit meinen Messmethoden keine Härte (<1°dH) und kein Nitrat mehr nachweisen kann. Da dieses Vollentsalzte Wasser nicht fürs brauen geeignet ist muss das Brauwasser aufgehärtet werden, natürlich mit Nichtcarbonathärte. Also CaSO4 bzw. CaCl2 (Kalziumsulfat auch Braugips genannt bzw. Calciumchlorid). Wie das geht auf meiner Wasserseite. Ergebniss: Geschmacklich habe ich keinen Unterschied zur Enthärtung nach dem Kalkfällungsverfahren festgestellt. Ich meine das der Schaum etwas feinporiger und länger Haltbar ist. Fazit: Eigentlich eine Spielerei, aber ich wollte es unbedingt mal ausprobieren und werde es auch weiter tun. Das Verfahren ist im Gegensatz zur Kalkfällung rein physikalisch und man hat nicht das Problem mit dem ph einstellen.
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