

| Abfüllen, Nachgärung und Lagern |
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Die Nachgärung und Lagerung hat folgenden Zweck:
Einer der wichtigsten Vorgänge bei der Reifung ist der Abbau von Diacetyl (Reifungsindikator). Der Abbau setzt sich aus 2 Schritten zusammen:
Je tiefer die Lagertemperatur desto günstiger für die Ausfällung für das Calcium-Oxalat; Das mindert die Gushinganfälligkeit (Plötzliches Überschäumen beim öffnen der Flasche; kann auch durch Schimmelbefall der Gerste hervorgerufen werden). Zuerst solltet Ihr euch natürlich rechtzeitig genügend saubere Flaschen zur Seite stellen. Ich verwende hauptsächlich Bügelverschlussflaschen (ich leiste mir den Luxus von eigenen Flaschen die ich bei Systempack kaufe), die haben den Vorteil das man, wenn man sich mal bei der Speise verrechnet, den Druck ablassen kann. Mit meinen Formeln zur Speiseberechnung passiert das aber nicht mehr (So hope) und ich komme fast immer auf den gewünschten Karbonisierungsgrad (gr CO2/Liter). Flaschenreinigen:
Manche spülen die Flaschen auch nur mit Wasser aus oder stellen diese zum Desinfizieren in den Backofen
Ich reinige die Flaschen schon während des Maischens und spüle diese dann vor dem Befüllen noch mal mit warmen Wasser aus. Zum Abfüllen verwende ich das automatische Abfüllrohr zu haben bei Braupartner. Nehmt nun die Speise (die Speise hat den Vorteil, das Ihr den genauen Zeitpunkt nicht abwarten müsst wann das Bier abgefüllt "Geschlaucht" werden muss; Ihr könnt also ruhig schlafen oder zur Arbeit gehen) die Ihr nach dem Kochen in den Kühlschrank gestellt habt und mischt diese dem Bier im Gäreimer Vorsichtig unter, damit sich die Hefe die sich schon abgesetzt hat nicht wieder aufgewirbelt wird. Für das genaue Berechnen der Speise empfehle ich mein Scipt. Ich verwende für das Anstellen mit der Speise einen eigenen Gärbehälter. Ich lege die Speise vor und gebe dann die entsprechende Menge Bier drauf und rühre noch das ganze unter. Das hat den Vorteil das ich aus dem Gärbehälter in dem die Hauptgärung stattgefunden hat nur das Bier herauslaufen lassen kann. Die abgesetzte Hefe bleibt so am Boden liegen. Das ist besser den zuviel Hefe in der Flasche gibt einen hefigen Geschmack, schlechteren Schaum und Haltbarkeit und es sieht nach dem Einschenken auch nicht gut aus. Nehmt die Hefe aus dem Gäreimer und tut diese "Waschen". d.H. Ihr vermischt diese mit Wasser (abgekocht) ca. 50% der Hefemenge. Am nächsten Tag hat sich das Wasser (mit den Verunreinigungen) nach oben abgesetzt und Ihr könnt dieses wegschütten. Dann gebt Ihr etwas Würze der Hefe dazu (damit diese etwas zu knabbern hat; Weniger tote Hefezellen) und stellt sie in den Kühlschrank. Auf die Art - und Weise kann man die Hefe 4 - 5mal geben. Hier ist natürlich auch absolut saubere Arbeitsweise und Desinfektion der Gerätschaften Vorraussetzung.
Ich habe mir einen besonderen Luxus geleistet, auf eine
Flasche setzte ich immer ein Manometer, dazu Ausserdem sehe ich so genau, wenn sich der Druck nicht mehr erhöht, wann die Nachgärung zu Ende ist. Wenn dies der Fall ist könnt Ihr das Bier in den Kühlschrank zur Lagerung stellen. Bei unserem Hellen solltet Ihr das Bier ca. 4 - 6 Wochen bei ungefähr 0°C Lagern. Wenn die Nachgärung beendet ist könnt Ihr auch den Alkoholgehalt des Bieres berechnen. Wie die Formel dazu aussieht könnt ihr auf der Website von Dr. Hagen Rudolph sehen.
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