| |
Zuerst noch über die Einteilung
und Besonderheiten der Biere in Deutschland:
- Bierarten; Hier unterscheidet man nach der Hefeart also
Obergärig (Weizen, Altbier und Kölsch) und untergärig
(Helles, Export, Pils usw.).
- Biergattungen; Unterteilung nach dem Biersteuergesetz
und damit nach dem Stammwürzegehalt
a) Einfachbier bis 7%
b) Schankbier von 7 - 11%
c) Vollbier von 11 - 14%
d) Starkbier ab 16%
- Biersorten; neben dem Biersteuergesetz gelten hier
auch noch die Lebensmittelrechtlichen Bestimmungen
a) Export > 12,5 - 14%
b) Märzen > 13 - 14%
c) Festbier > 13 - 14%
d) Bockbier >16%
e) Doppelbockbiere > 18%
- Biertypen, eine Bezeichnung die von früher
stamt, dabei waren typische Merkmale massgebend
a) Münchner dunkle Farbe
b) Dortmunder helle Farbe
c) Wiener bräunliche Farbe (das heutige Märzen)
d) Pilsner helle Farbe und Bitter
Englische Biere:
- Stout: Ist ein mit bis zu 200EBC-Einheiten
schwarzes obergäriges Bier. Es besteht aus einer Mischung sehr
gut gelöster heller Malze und 10 - 20% sehr stark färbender
Malze, wie Farbmalze oder Karamelmalze. Typisches und das wohl bekannteste
Beir dieser Art ist das Guinness. Das Guiness hat mit 40 - 50BE eine
sehr hohe Hopfengabe. In der Pfanne wird ausserdem karamelisierter Zucker
zugesetzt. Aufgrund seiner Zusätze hat der (dry) Stout einen kräftigen
Röstgeschmack und eine strenge Bittere. Der berühmte Schaum
vom Guiness wird durch eine spezielle Art der Zapfung erreicht. Hierbei
wird Stickstoff verwendet. Das Guiness gibts auch in Dosen. Hier ist
das Gas in einer Kugel innerhalb der Dose das sich bei Öffnen entbindet.
Der Stammwürzegehalt von Stout`s liegt bei 11,5%. Das Grundrezept
für ein Stout ist sehr einfach: 90% helles Gerstenmalz (Pilsner)
und 10% geröstete unvermälzte (Rohfruch) Gerste, sowie eine
kräftige Bitterhopfung und eine Obergärung mit Alehefe.
- Sweet Stout: Das ist ein genauso
schwarzer Stount wie der Dry Stout nur mit einem Stammwürzegehalt
von 10,5 - 11,5% und 4% Alkoholgehalt. Der Geschmack wird durch Zusatz
von Lactose und Vitaminen weicher und milder gestaltet.
- Porter: Porter ist ein sehr dunkles
Bier mit etwa 300EBC-Einheiten. Es war früher ein bedeutendes Bier,
wurde aber mittlerweile vom Stout und Bitter verdrängt. Es hat
ca. 40BE (Bittereinheiten) und einen Stammwürzegehalt von 13 -
14% und mit 4,5 - 5% Alkoholgehalt. Das Bier wird von traditionellen
Brauereien noch heute hergestellt. Diese verwenden dazu wie früher
zur Nachgärung -Brettanomyces Hefen - mit typisch langgestreckten
Zellen, die dem Bier den typischen fruchtigen Geschmack geben.
- Ale: Das ist ein Sammelbegriff
für mehrere, zumeist dunkle, aber immer obergärige englische
Biersorten für deren Herstellung gut gelöste Malze verwendet
werden. Gebraut werden sie mit dem Infusionsverfahren, aber es kommt
auch das Springmaischverfahren vor. Zur Herstellung von Ale`s wird oft
auch Rohfrucht beigemischt. Der Alkoholgehalt kann zwischen 3 - und
10% liegen. Nach dem Alkoholgehalt werden die Biere als light, heavy,
export oder strong bezeichnet. Es gibt auch den Biertyp namens "India
Pale Ale", dazu werden Zusätze von Fruchtanteilen wie Honig,
Ingwer oder Orangenschalen verwendet. Das India wurde mit einem hohen
Alkoholgehalt hergestellt und stark gehopft damit es lange stabil und
haltbar blieb wenn es verschifft wurde.
So, jetzt kommen wir zu den Rezepturen.
Die Rezepturen beziehen sich auf 18 - 20 Liter Ausschlagmenge.
Ich werde immer wenn ich mal welche finde diese hier hinzufügen.
Da bei jedem etwas andere Bedingungen herrschen (z.B. Wasserqualität
oder Kochintensität) gehört immer auch etwas experimentieren
dazu, bis man das Bier so hinkriegt wie man`s will. So muss man auch mit
den Wassermengen beim Maischen und Läutern (bei höherm Stammwürzegehalt
etwas weniger Wasser oder mehr Schüttung) oder auch mit der Hopfengabe
etwas rumprobieren. Diese
Seite drucken  |
|