Abläutern  
     
 

Das Abläutern hat die Aufgabe die während des Maischens in Lösung gegangenen Stoffe (Extrakt) von den festen Stoffen (Spelzen) zu trennen.Dadurch erhält man erst mal die Vorderwürze. Der zweite Teil des Abläuterns besteht aus dem Anschwänzen (übersrühen mit 78° heissem Wasser), den sogeannten Nachguss zum Auswaschen des Restextraktes aus den Trebern.

Dabei verfolgt man folgende Ziele:Läuterbottich

  • Schnelle und vollständige Extraktgewinnung
  • Klare Würzen mit geringem Feststoffgehalt
  • Kurze Kontaktzeiten des Wassers mit den Trebern.
  • Geringe Sauerstoffaufnahme

PLäuterbottichunkt 2 - 4 haben Einfluss auf Farbe, Geschmack und Haltbarkeit. Wenn die Würze Feststoffe mitbring hat das einmal zur Folge das während des Kochens die Teile aufgeschlossen werden und dadurch die Würzen nicht jodnormal sein können. Was später zu Gärungsproblemen führen kann. Wenn Spelzen mitgekocht werden, werden diese ausgelaugt. Dadurch gelangen die Gerbstoffe aus den Spelzen ins Bier was dem Bier einen kratzigeren Geschmack gibt. Die Sauerstoffaufnahme ist zu vermeiden weil Bierinhaltsstoffe leicht oxidieren (z.B. Tannoide).


Hier brauchen wir erstmal den Durchlaufbehälter (Filter Fix) mit Boden-Abstandhalter und Maischesack. Sowie als Auffangbehälter den Brau - und Gäreimer.

Nach Treber im Maischesackden 10min Abmaischrast bei 78°C gebt Ihr die Maische in den Maischesack. Die Vorderwürze läuft nun durch die Öffnung in der Mitte in den Gäreimer. Ihr erhaltet so ungefähr 10 - 12 Liter Vorderwürze (sollte ca. 16 - 17% Spindeln), da immer etwas Wasser in den Trebern bleibt.

Von der Vorderwürze solltet Ihr euch jetzt eine Probe zum Bestimmen des Extraktgehaltes nehmen und kühlen.

Ihr solltet schon wIn Brauereien gibt es auch den sogenannten Maischefilter. ährend des Maischens (spätestens bei der Verzuckerungsrast) anfangen das Anschwänzwasser (ca. 10 - 14Liter) auf 78°C aufzuheizen. Dadurch verkürzt Ihr die Wartezeit. Gebt nun das Anschwänzwasser in den Einkochtopf und stellt die Temperatur auf 78°C ein. Wenn diese erreicht ist gebt Ihr den Treber, für ca. eine halbe Stunde, in den Einkochtopf und rührt diesen um. Dadurch wird der Restextrakt ausgewaschen.

Jetzt wird genauso Verfahren wie mit der Vorderwürze. Auch die Nachgüsse müssen Jodnormal sein.

Ihr solltet jetzt eine "Pfanne - Voll - Menge" von 20 - 22 Litern (Spindelung ca. 10%) haben, die Ihr aus dem Gärbehälter in den Einkochtopf gebt und zum Würzekochen aufheizt. Dies sollte recht schnell geschehen wegen der Oxidation damit der Gerbstoffreduzierung.

Kleiner Tipp. Messt euren Gärbehälter mit Wasser aus und macht Messstriche an diesm, dann wisst Ihr immer wieviel Menge Ihr habt.

 
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